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Klaus Thomforde

Klaus Thomforde (* 1. Dezember 1962 in Minstedt) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballtorhüter. Thomforde wurde als Torhüter des FC St. Pauli von 1983 bis 1999 unter dem Spitznamen Das Tier im Tor bekannt.

Spielerkarriere

Zur Saison 1983/84 kam der Finanzbeamte Thomforde ohne Ablöse vom SC Bremervörde zum damals in der Oberliga Nord spielenden FC St. Pauli, bei dem er als Torhüter und Trainer für fast 20 Jahre beschäftigt blieb. Anfangs noch „zweiter Mann“ hinter Uwe Bonik, war er ab 1985 unumstrittener Stammkeeper in Ober- und 2. Bundesliga, ehe ihn im November 1987 Volker Ippig in dieser Rolle ablöste. Ab Anfang 1990 bis zum Ende der Spielzeit 1992/93 – im folgenden Jahr war Andreas Reinke St. Paulis Nr. 1 – und erneut von 1994 bis Ende 1998 konnte sich Thomforde aber durchsetzen.

Insgesamt kam er bis Anfang 1999 zu 317 Einsätzen in erster und zweiter Bundesliga, davon genau 100 Erstligaeinsätze, für den FC St. Pauli. Thomforde beendete seine Laufbahn als aktiver Spieler wegen eines am 11. Februar 1999 bei einem Trainingsspiel erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie. Der Verein ehrte den Torwart 2001 mit einem Abschiedsspiel.

Trainertätigkeit

Im Anschluss wechselte er in St. Paulis Trainerstab, ab 2001/02 als Trainerassistent. 2003 ging er auf eigenen Wunsch. In der folgenden Saison war er beim damaligen Zweitligisten 1. FC Union Berlin als Cotrainer beschäftigt. Nach dem Abstieg von Union wechselte Klaus Thomforde zum Regionalligisten Holstein Kiel, wo er seit Beginn der Saison 2004/05 als Torwarttrainer arbeitete; nach dem Weggang von Frank Neubarth war er dort im Oktober 2006 kurzzeitig auch Cheftrainer, bis Stefan Böger das Amt übernahm. Von 2005 an arbeitete Thomforde für die litauische Nationalmannschaft als Torwarttrainer. Er erwarb im Dezember 2007 an der Sporthochschule in Köln die Fußballlehrerlizenz. Seit Januar 2008 arbeitete er wieder als Torwarttrainer bei Holstein Kiel.

Am 15. Januar 2010 wurde er von Holstein Kiel entlassen. Als Grund führte der Verein ein mangelndes Vertrauensverhältnis zwischen Thomforde und der Mannschaft an.

Erwähnenswertes

Bundesweit bekannt wurde der auf dem Spielfeld außerordentlich engagierte Thomforde – daher rührt auch sein Beiname „Das Tier im Tor“ –, als er unmittelbar nach Abpfiff eines seiner ersten Bundesligaspiele anstelle eines Kommentars in wohlgesetzten Worten spontan in das Mikrofon des Fernsehreporters losplatzte: „Es ist einfach unheimlich geil, in der Bundesliga Bälle zu halten. Da geht mir voll einer ab!“. Privat ist der Vater dreier Söhne hingegen ein eher ruhiger und zurückhaltender Mensch.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Thomforde

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